Am Ende schafften es alle
Spezialausbildung Atemschutz für THW-Helfer. Die Spezialausbildung Atemschutz bedeutet sowohl für die Helfer des Techischen Hilfswerks (THW) als auch für die Männer der Feuerwehr besondere Strapazen. Diese Ausbildung ist jedoch sehr wichtig, weil der Einsatz unter vollem Atemschutz natürlich Gefahren birgt, auf die man gut vorbereitet sein muss.

Für zwölf Helfer der Ortsverbände Ergolding und Landshut stand in den vergangenen drei Wochen diese Ausbildung im Vordergrund. Mit sechs Theoriestunden, bei denen die Helfer die Grundlagen der Atmung, das Umgehen mit Atemgiften, die Einsatzgrundsätze und vieles mehr erlernten, eröffnete Ausbilder Patrick Müller die Ausbildung.

Doch auch praktische Prüfungen sind nötig, um dem Ausbildungsbeauftragten aus Ergolding zu zeigen, ob die Anwärter Angst vor Tiefen, Höhen oder engen Räumen haben. Auch die Anstrengung des Einsatzes unter Atemschutz ist eine neue Erfahrung, die die Helfer kennen lernen sollten.

An einem vernebelten Übungssamstag mussten die zwölf THW´ler am Übungsgelände in Auloh durch ein Rohrsystem kriechen, das unter dem Gelände verläuft. Außerdem mussten sie auf den 20 Meter hohen Übungsturm klettern und eine Verletzten mit einer Rettungstrage bergen. Das alles natürlich unter vollem Atemschutz. Zur praktischen Übung gehört auch eine Belastungsübung, bei der die Helfer mehrere Runden um die Gebäude des Ortsverbandes laufen mussten.

Eine Übung in der Atemschutzstrecke der Feuerwehr Landshut gehört ebenfalls zur Ausbildung. Die Atemschutzanwärter meisterten mit Bravour ihre Aufgaben. Patrick Müller hatte nur wenige ermahnende Worte zu sprechen, die aber bei einer Ausbildung natürlich nicht ausbleiben - aus Fehlern lernt man. Mit einer nicht ganz einfachen schriftlichen Prüfung wurde die Ausbildung beendet.

Auch dieses Jahr haben es alle Anwärter geschafft, manche taten sich etwas leichter, manche taten sich etwas schwerer, was aber bei der Härte dieser Ausbildung nicht verwunderlich ist. Im Großen und Ganzen zeigte sich der Ausbilder aus Ergolding jedoch wieder sehr zufrieden. Bei den praktischen Übungen hatte er Hilfe von Torben Zok, einem erfahrenen Feuerwehrmann aus Bodenkirchen.

Bericht: Landshuter Zeitung 31.10.2005
Bilder: Landshuter Zeitung 31.10.2005