Ministerpräsident Stoiber lädt 1.000 Helfer des August-Hochwassers zu Staatsempfang ein
Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber lädt rund 1.000 Helferinnen und Helfer des August-Hochwassers in Bayern am Montag, 5. September 2005, um 17.30 Uhr zu einem Staatsempfang in die Münchner Residenz ein. Stoiber: „Mit diesem Staatsempfang möchte ich ein besonderes Zeichen für eine besondere Leistung setzen. Bayern dankt allen freiwilligen, ehrenamtlichen und hauptberuflichen Helferinnen und Helfern in den bayerischen Hochwassergebieten für ihren selbstlosen und uneigennützigen Einsatz. Sie haben Tag und Nacht gegen die Wassermassen gekämpft und sind im Einsatz für ihre Mitbürger bis an die Grenze ihrer Kräfte und ihrer Leistungsfähigkeit gegangen. Den vielen tausend Einsatzkräften in Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz gilt deswegen meine hohe Anerkennung. Mit ihrer Gemeinschaftsleistung haben sie über Bayerns Grenzen hinaus ein ermutigendes Zeichen gesetzt. Ihr Vorbild zeigt uns: In der Gemeinschaft liegt die Stärke. Wir können in unserem Land vieles schaffen, wenn wir gemeinsam anpacken und jeder Einzelne sich mit seinen Kräften einsetzt.“

Eingeladen zu dem Empfang in der Residenz München sind rund 1.000 Helfer von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Maltesern und Johannitern, Wasserwacht, DLRG, Bundeswehr, Bundespolizei, Technischem Hilfswerk. Stellvertretend für die rund 30.000 Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten richtet sich die Einladung des Ministerpräsidenten gerade auch an die vielen freiwilligen Helfer, die in der Stunde der Not für ihre Mitmenschen da waren, geholfen und dort mit angepackt haben, wo es nötig war. Die Gäste des Staatsempfangs werden aus den betroffenen Hochwasserregionen benannt. Auch Repräsentanten der betroffenen Gemeinden, Städte und Landkreise in Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz werden teilnehmen.

Neben Ministerpräsident Stoiber werden auch Umweltminister Dr. Werner Schnappauf und Innenminister Dr. Günther Beckstein persönlich den Dank der Staatsregierung zum Ausdruck bringen

5. September 2005

Stoiber dankt bei Staatsempfang Helferinnen und Helfern des August-Hochwassers / Stoiber: „Einsatzkräfte sind Vorbilder lebendigen Gemeinsinns in Bayern“ / Professionelles und engagiertes Vorgehen haben Schlimmeres verhindert

Bayerns Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber hat anlässlich eines Staatsempfangs in der Münchner Residenz allen Helferinnen und Helfern des August-Hochwassers in Bayern seinen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen. Der Ministerpräsident würdigte ihren herausragenden Einsatz als „großartiges Beispiel gelebter Solidarität“. Stoiber: „Die freiwilligen, ehrenamtlichen und hauptberuflichen Helferinnen und Helfer haben sich Tag und Nacht für ihre Mitbürger eingesetzt. Das ist eine außerordentliche Gemeinschaftsleistung und ein ermutigendes Signal für unsere Gesellschaft und unser Land. Sie alle sind damit Vorbilder für lebendigen Gemeinsinn und eine aktive Bürgergesellschaft in Bayern geworden.“

Insgesamt waren in Bayern an den Sicherungs- und Hilfsmaßnahmen weit über 30.000 Einsatzkräfte beteiligt, darunter mehr als 20.000 Feuerwehrleute, 3.000 Helfer des BRK, der Johanniter und Malteser, rund 2.000 Einsatzkräfte des THW, über 3.000 Soldaten der Bundeswehr, rund 900 Polizisten und Bundespolizisten, 400 Mitarbeiter der Wasserwirtschaft sowie rund 2.000 weitere Helfer zum Beispiel der Wasserwacht und der DLRG. Bei der Bekämpfung des Hochwasser wurden über 1,5 Millionen Sandsäcke zur Hochwasserabsicherung verbaut. Ein massiver Einsatz von Pumpen, schwerem Gerät und Hubschraubern unterstützte die Hilfsmaßnahmen.

Stellvertretend für die 30.000 hatte die Staatsregierung 1.000 Einsatzkräfte in die Residenz eingeladen. Stoiber sagte, es sei besonders auch dem schnellen und vorausschauenden Einsatz der Helferinnen und Helfer und ihrem professionellen und engagierten Vorgehen zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Stoiber: „Mit diesem Staatsempfang möchte ich ein besonderes Zeichen für eine besondere Leistung setzen. Ich habe bei meinen Besuchen in den Hochwassergebieten verzweifelte Menschen, überschwemmte Häuser, zerstörte Straßen und Eisenbahnen gesehen. Ich habe aber auch erlebt, mit welch unermüdlichen Engagement Tausende von Menschen rasch, professionell und uneigennützig Hilfe geleistet haben. Dafür haben sie unseren besonderen Dank verdient. Bayern ist stolz auf die hervorragenden Leistungen aller Helferinnen und Helfer.“

Stoiber sprach sich beim Empfang ausdrücklich für den Erhalt der dezentralen Struktur des Katastrophenschutzes aus. Stoiber: „Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte von der Leitungsebene bis hin zu den Einsatzleitern vor Ort hat seine Effizienz voll unter Beweis gestellt. Die bayerischen Katastrophenschutzbehörden haben schnell und vorbildlich auf die aktuellen Wetter- und Hochwasserentwicklungen reagiert. Besser geht es nicht! Da kann Herr Schily sagen, was er will: Sein Zentralismus würde kein Plus an Sicherheit bringen. Er würde nur die Koordination erschweren.“

Ergänzung:

Neben dem THW Landesbeauftragten Dietmar Löffler, Vertretern des Landesverbandes die während der Einsatzzeiten die LUK im Landesverband besetzt hatten waren noch Vertreter vieler im Hochwassereinsatz beteiligten Ortsverbänden anwesend. Neben einer Vielzahl von Feuerwehr-, Polizei-, Bundeswehr- und BRK-Vertretern waren etwa 100 Helferinnen und Helfer / Führungskräfte des THW anwesend.

Bericht: offizielle Pressemitteilung der bayerischen Staatsregierung / RED 06.09.2005
Bilder: Stefan Huber