Auwald schluckt Welle Katastrophe abgewendet?
Hochwasser weniger dramatisch als befürchtet. Die befürchtete große Flut ist in Landshut bislang ausgeblieben. Das Hochwasser der Isar hat sich in den Auwäldern verteilt, bevor es die Stadt erreichte. Gestern abend gab ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes vorläufig Entwarnung: "Die Spitze, die uns Kopfzerbrechen bereitet hat, ist uns genommen." Noch am Dienstagabend hatten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in Erwartung des Hochwassserscheitels Tausende von Sandsäcken an der Landshuter Isarpromenade ausgelegt. Dennoch waren zahlreiche Straßen wegen Überflutungen gesperrt. Daneben wurde erwartet, dass der Grundwasserspiegel wegen des Isarhochwassers in der Nacht oder am heutigen Donnerstag steigt und dadurch einige Keller in der Stadt unter Wasser stehen werden. Viel Lob erfuhr in den vergangenen Tagen die Flutmulde, die all das Wasser durch die Stadt leitet, das große und kleine Isar nicht mehr fassen können. "Man müsste dem, der die Flutmulde gebaut hat, ein Denkmal setzen", sagte gestern Johann Heinrich, der Leiter des Amts für Zivil- und Katastrophenschutz.

- ja/ta -

Bericht: Landshuter Zeitung 26.08.2005
Bilder: Landshuter Zeitung 26.08.2005