Mit dem Motorboot auf der Isar
THW organisierte bei Ferienprogramm Motorbootfahrt - Besuch "Fastfood-Restaurant". Einmal mit einem Motorboot über die Wellen rauschen, einmal sich das Wasser ins Gesicht spritzen zu lassen - das durften im Rahmen des diesjährigen Ferienprogramms Gerzener Kinder am Donnerstagabend in Landshut.

Das Technische Hilfswerk (THW) - Fachgruppe Wassergefahren und der Stammtisch der Jungfüchse hatten hierzu eine Fahrt organisiert an der auch der dritte Bürgermeister Josef Rothenaigner teilnahm. Mit dem Bus ging zur Zentrale des Technischen Hilfswerkes nach Landshut. Dort angekommen bekamen die Kinder und mit gereisten Betreuer die Fahrzeuge und Gebäude des THW am Standort Landshut erklärt. Neben dem großen Fuhrpark mit den Spezialfahrzeugen wurden den Teilnehmern die Geräte und Einsatzmöglichkeiten erläutert.

So müssen die Einsatzkräfte unter anderem den Umgang mit Motorsäge, Schere und Spreizer, Leinen, Leitern, Beleuchtungsmittel, Stromaggregate, Verletztenbergung und Hebezeugen beherrschen. Aufregend wurde es dann für die Kinder als sie mit dem so genannten Gerätekraftwagen eine Runde mitfahren durften.

Anschließend ging die Fahrt zur Bootanlegestelle in der Nähe des Hauptfriedhofs. An der Anlegestelle warteten schon die Bootsführer mit den drei Motorbooten, die für die Fahrt auf der Isar vorgesehen waren. Nachdem alle abenteuerlustigen Kinder und ihre Betreuer in riesige orange Schwimmwesten gepackt waren, ging es aufgeteilt auf die Boote mit jeweils zwei Bootsführern los in Richtung Maxwehr. Hier schlugen die Boote einen eleganten Bogen und düsten dann entlang des Isarradweges am Campingplatz Mitterwöhr vorbei, dorthin wo große und kleine Isar zusammenfließen.

Hier fuhren die Bootsführer mit langsamerer Fahrt, um die Vogelbrutplätze am Ufer durch den Wellengang nicht zu beschädigen. Die Kinder, die am Anfang noch vor lauter Aufregung mucksmäusenstill waren, hatten sichtlich Spaß beim Slalom- und Kurvenfahren. Und so mancher Wasserspritzer lies die Kinder vor Vergnügen aufschreien.

Hierbei erklärten die Bootsführer, dass wegen Wassersportlern, aus Gründen des Naturschutzes und wegen dem Anglersport die THWler bei Übungen und Sonderfahrten, wie zum Beispiel der für das Ferienprogramm, an manchen Stellen der Isar nicht so schnell fahren dürfen, wie sie manchmal gerne möchten. Zum Abschluss der gut einstündigen Fahrt zeigten die Bootsführer, dass man mit den Motorbooten nicht nur zum Spaß fahren, sondern auch Menschenleben retten kann. Die Bootsführer demonstrierten dies anhand einer Schwimmweste, die sie ins Wasser warfen. Sie zeigten den Kindern, wie schnell sie im Ernstfall das Boot stoppen und zurückfahren können. Dann fuhren sie ganz nah und vorsichtig an die Schwimmweste heran und zogen diese aus dem Wasser.

Nachdem man wieder an Land war und sich der Schwimmwesten entledigt hatte, ging es nach Vilsbiburg. Hier stand zum Abschluss die Besichtigung des Mc Donalds Fastfood-Restaurants auf dem Programm. Den Kindern und Betreuern wurden die Arbeitsabläufe und Räumlichkeiten erklärt und gezeigt. Anschließend gab es für alle eine Kostprobe der Hauspezialitäten.

Bericht: Vilsbiburger Zeitung 15.08.2005
Bilder: Josef Rothenaigner