Damit Tausende sicher feiern
Hilfsorganisationen sorgen für einen geregelten Hochzeits-Ablauf. Ob rot, grün oder blau: An den Hochzeits-Wochenenden sind hunderte Mitglieder der Hilfsorganisationen im Einsatz, um für einen sicheren Ablauf sorgen: Sie löschen nächtens die Fackeln auf dem Zehrplatz, gehen Streife durch die Altstadt und sichern den sonntäglichen Zug ab.

Es ist eine lange Liste, die das Technische Hilfswerk (THW) Wochenende für Wochenende abarbeitet. Sonntags sind die Helfer in Blau bereits vor 7 Uhr morgens im Einsatz: Sie legen das Absperrseil für den großen Festzug aus, bauen Absperrgitter sowie die Pressekanzeln auf. Kurz vor 14 Uhr fahren sie dann mit ihren Fahrzeugen die Wegstrecke ab, um die Besucher per Lautsprecher darauf hinzuweisen, dass der Zug beginnt. Während des Zuges halten sich die THW-Helfer stets dezent im Hintergrund - für den Ernstfall. Das Zugende sichern sie schließlich wieder mit einem Einsatzfahrzeug. Sowohl während des Zuges als auch bei den Festlichen Spielen im nächtlichen Lager haben diverse THW-Mitglieder technische Bereitschaft: Für den Fall, dass es einen Unfall mit Pferden gibt, stehen ein schwer Kranwagen und ein Pferdetransporthänger bereit. Dazu kommen "kleinere Hilfeleistungen im Zehrplatz", sagte Stefan Huber, der beim THW für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist: Lockere Zaunlatten werden dabei ebenso befestigt wie ausgebüxte Kinder aufgespürt.

Aber auch unter der Woche gab es in der Hochzeits-Zeit für die THW-Helfer einiges zu tun: Sie stellten beispielsweise vor jeder Veranstaltung in der Residenz die Stühle auf und bauten sie danach wieder ab. Zudem reparierten sie mehrere kleine Mängel an den Tribünen.

Insgesamt waren in den drei Wochen etwa 1050 Helfer im Einsatz: Allein jeden Sonntag waren mehr als 200 THW-Mitglieder im Dienst der guten Sache unterwegs. 70 davon kamen aus dem Ortsverband Landshut (darunter etwa zehn Junghelfer aus dem eigenen Nachwuchs), die restlichen Helfer aus anderen bayerischen Ortsverbänden von Regen bis Rosenheim. Auch die Feuerwehr ist in den Hochzeits-Wochen stets präsent, wenn auch "schön versteckt", wie Stadtbrandrat Erich Gahr sagte. Rund 45 Feuerwehrmitglieder sind sonntags in Sachen Feuerschutz im Einsatz: zum Teil in den Feuerwachen, zum Teil an der Zugstrecke und am Zehrplatz. So sind beim Hochzeitszug beispielsweise Fahrzeuge in der Länd stationiert. Freitags, samstags und sonntags ist zudem ein Wachdienst auf dem Lager- und Zehrplatz vertreten: Wenn die Veranstaltungen dort draußen zu Ende gehen, laufen ein Feuerwehrmann und ein "Förderer"-Mitglied den Platz nochmals ab, um alle Feuer zu löschen. Aus Feuerwehr-Sicht lief die Landshuter Hochzeit ziemlich ruhig ab: "Wir hatten bisher keine größeren Einsätze", sagte Gahr. Auch die Polizei spricht bisher von einer ruhigen Landshuter Hochzeit: Wenn man bedenke, wie viele tausend Leute auf den Tribünen feierten, hielten sich die Auseinandersetzungen in Grenzen, sagte Polizeisprecher Leonhard Mayer. Dies führte Mayer auch auf darauf zurück, dass die Polizei stärker präsent sei: Es liefen viele Streifen durch die Stadt, "das hat entsprechende Wirkung gezeigt". Seinen Worten nach wird der Polizeieinsatz von den Bürgern durchaus gewürdigt: Die Polizisten würden immer wieder zum Essen und Trinken eingeladen.

An den Wochenenden ist die Polizei mit 200 bis 250 Leuten im Einsatz - die eigenen Kräfte werden dabei von der Bereitschaftspolizei unterstützt. Am Sonntag muss der Verkehr großflächig umgeleitet werden, weil für den Zug nicht nur die Innenstadt, sondern auch die Wittstraße gesperrt ist. Diese Verkehrssperren müssen überwacht werden, zudem sichern die Polizisten den Zug ab. Am Sonntag zum letzten Mal für die nächsten vier Jahre. -ha-

Bericht: Landshuter Zeitung 16.07.2005
Bilder: THW-Landshut