Einsatz am Maxwehr
THW-Taucher lösten Blockaden unter Wasser. Einige Überraschungen erlebten die Bergungstaucher des Technischen Hilfswerks (THW) am Freitag beim Einsatz im Wasserkraftwerk Maxwehr. Vom Betreiber der Kraftwerksanlage wurde ein Problem am Einlauf der Turbine gemeldet. Dort sollten Wasserabschottungen für die ab heute anstehende Kraftwerksrevision eingehoben werden.

Wie sich herausstellte, war aber bei den Führungsschienen in etwa sechs Metern Wassertiefe ein Einführen der Abschottungen nicht möglich. Kraftwerksmeister Heiko Ingerl forderte die Bergungstaucher des THW an. Über einen engen Schacht stiegen die Bergungstaucher in die kalte Isar. Auf dem Grund des Werkeinlaufs fanden sie die Ursache für das Problem: Im Bereich der Abschottungen hatten mehrere riesige Baumstämme und Felsen die Abschottungsschienen blockiert, außerdem hatten sich etwa fünf Tonnen Kies angesammelt.

In stundenlanger Arbeit wurden die zum Teil mehrere Meter langen Bäume und große Wurzelstöcke sowie allerlei Wohlstandsmüll aus dem Wehrbereich entfernt. Der Kies wurde mit einem "Unterwasserstaubsauger" und mit Spüllanzen fachgerecht beseitigt. Nach fünf Stunden Arbeit der Taucher konnten die Abschottungen vom Kraftwerkspersonal eingehoben werden.

Bericht: Landshuter Zeitung 18.04.2005