Zweiter Scheunenbrand binnen 24 Stunden
Weithin sichtbare Rauchwolke beim Vollbrand eines landwirtschaftlichen Gebäudes. Am Montag in den Mittagsstunden brach in einem landwirtschaftlichen Gebäude in Niederaichbach ein Feuer aus. Gegen 13.05 Uhr vernahmen Nachbarn laute Knallgeräusche und gingen auf der Suche nach deren Ursache aus dem Haus. Sie bemerkten, dass dichter Rauch aus einem in der Nähe befindlichen landwirtschaftlichen Gebäude quoll und alarmierten sofort die Feuerwehr.

Andere Nachbarn, die den Rauch ebenfalls wahrnahmen, retteten durch ihren beherzten Einsatz drei Hunde, die sich in einem Zwinger nahe dem brennenden Gebäude aufhielten.
Die alarmierten Feuerwehren aus Niederaichbach, Oberaichbach, Goldern, Wolfsbach, Mettenbach und Wörth waren schnell zur Stelle, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Mit Atemschutz ausgerüstet gingen die Helfer dann gegen die Flammen vor. Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandinspektor Karl Gruber kamen etwa fünfzig Einsatzkräfte zur Bekämpfung des Brandes zum Einsatz. Dank des gezielten und professionellen Vorgehens gelang es den Feuerwehrmännern, den Brand rasch zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude erfolgreich zu verhindern.

Trotz aller Bemühungen konnte jedoch ein Totalschaden an dem vom Brand betroffenen etwa 30 auf 50 Meter großen Gebäude nicht verhindert werden. Ein Großteil der darin abgestellten landwirtschaftlichen Geräte und Düngemittel fiel ebenfalls den Flammen zum Opfer. Nach dem Löschen des Feuers galt es noch zahlreiche Glutnester zu beseitigen und eine Brandwache zu organisieren. Die ebenfalls alarmierten Helfer des Malteser-Hilfsdienstes aus Niederaichbach unter der Einsatzleitung von Helmut Rechenmacher vom BRK behandelten die Besitzer des Anwesens, die zwar unter Schock standen, sonst jedoch gottlob keine weiteren Verletzungen erlitten. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Landshut und der Autobahnpolizei Wörth waren vor Ort, um den Brand polizeilich aufzunehmen. Zur Unterstützung waren auch die Feuerwehr Altdorf mit ihrer Leiter sowie das Landshuter THW vor Ort.

Wie die ersten polizeilichen Feststellungen vor Ort ergaben, handelt es sich bei dem Objekt um einen ehemaligen Schweinestall. Im Gebäude selbst waren zum Brandzeitpunkt Bauholz, sowie landwirtschaftliche Maschinen und rund 2 500 Liter Diesel gelagert. Einer ersten Schätzung nach beläuft sich der am Gebäude entstandene Sachschaden auf rund 200 000 Euro. Inwieweit der gelagerte Dieselkraftstoff durch das Feuer betroffen ist, kann noch nicht gesagt werden. Betreffend der Brandursache hat die Kriminalpolizeiinspektion Landshut die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Bereits am Sonntag waren die freiwilligen Helfer der Feuerwehr bei einem Scheunenbrand in Tiefenbach gefragt.

Hans Harant

Bericht: Landshuter Zeitung 05.04.2005