Eine lodernde Gluthölle am Rand des Waldes
Landwirtschaftliche Lagerhalle brannte vollkommen nieder - Maschinen verbrannt. Schon in Landshut sah man beim Blick über den Steg auf der Mühleninsel die hellgrauen Rauchwolken in der Richtung zum Klausenberg aufsteigen. "Brand einer Maschinenhalle" lautete die Alarm-Meldung für die Feuerwehren, die gestern am frühen Abend die Einsatzkräfte in Atem hielt.

Je näher man der Ortschaft Tiefenbach kam, umso dichter wurden die Rauchwolken - und der Verkehr: Der weithin sichtbare Rauchpilz hatte nicht nur die Feuerwehrleute zur Erfüllung ihrer freiwilligen Pflicht nach Tiefenbach gerufen, sondern auch zahlreiche Schaulustige, die das Feuer sehen wollten. Entsprechend waren die Zufahrtswege zum Brandort schnell verstopft und Feuerwehrleute regelten den Verkehr.

Unterdessen lief die Bekämpfung des Brandes am östlichen Ortsrand von Tiefenbach auf vollen Touren. Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandinspektor Karl Gruber waren Feuerwehren aus dem gesamten Umkreis im Einsatz. Vor Ort waren laut Gruber die Einsatzkräfte aus Tiefenbach, Kumhausen, Niederkam, Zweikirchen, Ast, Mittergolding, Viecht und aus der Stadt Landshut. Wie Gruber betonte, sei an der brennenden Halle nichts mehr zu retten gewesen. Dort gelagertes Heu und Maschinen wurden ein Raub der Flammen: Ausgeglüht standen ein Mähdrescher, ein Pflug und ein Maishäcksler zwischen den verkohlten Holztrümmern der niedergebrannten Halle. Mehr als ein Holzgerippe stand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Halle, die gesamte Dachkonstruktion war bereits eingestürzt. "Die Hauptaufgabe der eingesetzten Feuerwehren besteht im Moment darin, den Wald hinter der Halle zu schützen", erklärte Karl Gruber die Einsatztaktik vor Ort. Mit mehreren Strahlrohren wurde eine Wasserwand zwischen den brennenden Trümmern der Halle und den Wald gezogen. Sonst gab es nichts zu schützen für die Feuerwehrleute, nachdem die Lagerhalle allein am Rand von Tiefenbach stand, ohne weitere Gebäude daneben.

500 Meter Schlauchleitung mußten die Feuerwehrleute legen - eine anstrengende Arbeit für die herbeigeeilten Feuerwehrleute, aber wichtig, um die Wasserversorgung zu sichern. Zusätzlich wurde noch Löschwasser aus einem Unterflurhydranten entnommen. Über die Schadenshöhe gab es vor Ort und bis Redaktionsschluß noch keine Erkenntnisse. Auch die Ursache des Brandes war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ermittelt. Im Einsatz waren neben den Feuerwehrleuten auch Beamte der Polizei, THW-Kräfte und Aktive des Rettungsdienstes.

Michael Betz
Bericht: Landshuter Zeitung 04.04.2005