Falscher Alarm
Frau täuscht Suizid vor und löst Großfahndung aus. Eine groß angelegte Suchaktion hat am Mittwoch in den späten Abendstunden eine 48-jährige Landshuterin ausgelöst. Neben einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr, Wasserwacht und Technischen Hilfswerk (THW) war auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera beteiligt.

Wie die Polizei mitteilte. Schickte die Frau um 22 Uhr einer Freundin eine SMS auf deren Handy, mit der sie ankündigte, dass sie sich etwas antun wolle: in der Wohnung der Frau wurde des weiteren ein Abschiedsbrief gefunden. Darin hieß es, dass die 48-Jährige am Landshuter Isarspitz, dem Zusammenfluss der großen und der kleinen Isar, "ins Wasser gehen" wolle. An angegebenen Ort wurden laut Polizei dann auch ihr Fahrrad, außerdem ihre Schuhe und ihre Jacke gefunden. Während die verständigte Polizei mit anderen Helfern im Raum Landshut eine groß angelegte Suchaktion starten, wurde auch im persönlichen Umfeld der Frau weiter nachgeforscht. Kurz nach 2 Uhr wurde die Frau im Großraum München aufgegriffen. Wie die Polizei mitteilt, wird noch ermittelt, warum die Frau ihren Suizid vortäuschte. Ebenso wird derzeit geprüft, inwieweit die Frau für die entstandenen Kosten der Suchaktion, die sich auf mehrere tausend Euro belaufen, in Regress genommen werden kann.

Bericht: Landshuter Zeitung 01.04.2005
Bilder: Stefan Huber (THW Landshut)