Das THW fördern und unterstützen
Ernst Eck ist neuer Vorsitzender der THW-Helfervereinigung Ernst Eck ist am Freitagabend mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der Ortsvereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerks (THW) Landshut gewählt worden. Er folgte damit Ludwig Schmid nach, der 16 Jahre an der Spitze des Vereins stand und aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Die Mitgliederversammlung beschloss, Schmid zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

114 Mitglieder - so viele wie noch nie - waren am Freitagabend in die THW-Unterkunft an der Alten Regensburger Straße gekommen. Aktive und ehemalige THW-Aktive gehören zu dem Verein ebenso wie reine Fördermitglieder. Die Helfervereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den THW-Ortsverband zu unterstützen - beispielsweise beim Kauf von Ausstattung, für die der Bund nicht aufkommt, und bei der Einrichtung der Unterkunft. Im vergangenen Jahr hat sie einen Anbau an die neue, verlängerte Garage finanziert, in dem Geräte gelagert werden. Wie Ludwig Schmid sagte, fehle nur noch die Installation, die THW-Helfer in diesem Jahr vornähmen. "Unsere Mitgliederversammlung hat diese Maßnahme durch ihren damaligen Beschluss möglich gemacht." Die Versammlung fungiere quasi als Aufsichtsorgan über das Vermögen des Vereins; sie muss Ausgaben über 2257 Euro genehmigen. Auch eine Lichttraverse wurde gebaut, die den Eingang zur Unterkunft am Freitagabend hell erleuchtete. Die Helfervereinigung beschaffte weiter eine Unterwasserkamera für die Taucher und einen tragbaren Computer für Einsätze.

Verjüngung des Nikolaus'
Zudem wurden zwei Funkalarmgeräte gekauft. Dazu musste die Mitgliederversammlung am Freitag einen nachträglichen Beschluss fällen; der stellvertretende Vorsitzende Florian Kräh hatte die beiden Funkgeräte 2004 angeschafft. Wie er sagte, habe der zweite Technische Zug sein Fahrgeld an die Helfervereinigung gespendet und dabei als Verwendungszweck den Kauf von Funkgeräten festgelegt. Dieses Geld sei nun ausgegeben worden. THW-Ortsbeauftragter Rudolf Skalitzky, der als Wahlleiter fungierte, lobte die Unterstützung durch die Helfervereinigung: "Ohne den Helferverein wäre der Ortsverband nicht in einem so guten Zustand." Die Unterkunft sähe nicht so gut aus, die Mitglieder säßen nicht an so guten Tischen und Stühlen.
Neben der finanziellen Unterstützung pflegt der Verein auch die Gesellschaft: So organisiert er beispielsweise jedes Jahr die Nikolausfeier für die Kinder der Helfer. Er sei froh, sagte Schmid, dass er das Amt als THW-Nikolaus nach 50-jähriger Tätigkeit in jüngere Hände abgeben könne.

Weiter hat die Helfervereinigung für die aktiven Helfer des Ortsverbands eine speziell für das THW geschaffene Unfallversicherung abgeschlossen. Die Beiträge zahlt jährlich die Vereinigung. Deshalb forderte Schmid die aktiven Mitglieder auf, der Helfervereinigung beizutreten. Im vergangenen Jahr taten dies 18 Aktive; "im Bereich des ersten Technischen Zugs vermute ich noch einige Außenseiter", sagte Schmid. Derzeit hat die Helfervereinigung 346 Mitglieder. Am Ende seiner Amtszeit dankte Schmid allen Mitstreitern: "Ja, g'stritt'n hamma auch." Mit 107 von 114 Mitgliedern wählten die Mitglieder Ernst Eck für die kommenden drei Jahre zum Vorsitzenden. Wie der BRK-Geschäftsführer sagte, habe er in einigen Monaten wieder mehr Zeit; wie mehrfach berichtet, war Eck eigentlich bereits im Sommer 2004 in Ruhestand gegangen. Weil sich das BRK kurz darauf aber wieder von seinem Nachfolger getrennt hatte, sprang Eck nochmals ein. Am Freitag zeigte er sich zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten die Nachfolgefrage geklärt sein werde. Offene Zusammenarbeit

Eck setzt auf vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit. Er trete in den großen Schatten seines Vorgängers und werde die Arbeit in seinem Sinne fortführen. Eck ist beim THW kein Unbekannter: Er war 17 Jahre als Geschäftsführer tätig und ist seit der Gründung Mitglied der Helfervereinigung. Eck hatte auch bereits ein Antrittsgeschenk dabei: einen Rettungsrucksack, den sich die Jugendgruppe gewünscht hatte. Der Rucksack sei auch ein "Zeichen der guten Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz", so Eck. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Klaus Kollmeder ernannt; das Mitglied des zweiten Technischen Zugs ist seit 30 Jahren beim THW und war Landes- und Bundesdelegierter der Helfervereinigung. Kassier bleibt Walter Meier, Schriftführer Helmut Malik. Als Kassenrevisoren wurden Traudl Emmler und Josef Obermaier bestätigt. Delegierte sind Harald Behr, Michael Saller und Klaus Kollmeder. Ihr Ersatz: Stefan Huber, Veronika Payer, Walter Behmer und Paul Emmler jun.

Landshuter Zeitung 31.01.2005
-ha-
Bilder: Stefan Huber